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In Zeiten von Corona sind virtuelle Konferenzen im Aufwind. Dieses Referat ist auch für virtuelle oder hybride Veranstaltungsformate verfügbar.
Das Wall Street Journal bezeichnete Gerd Leonhard als „einen der führenden Futuristen der Welt“ und 2015 listete das Wired Magazine ihn als #88 der Top 100 einflussreichsten Persönlichkeiten in Europa's.
Wir stehen am Beginn einer neuen technologischen Epoche. Künstliche Intelligenz entwickelt sich vom digitalen Werkzeug zu einem System, das analysiert, Inhalte erzeugt, Entscheidungen unterstützt und zunehmend selbstständig handelt.
Gerd Leonhard zeigt, wie die „Intelligence Revolution“ Geschäftsmodelle, Führung, Arbeit und Gesellschaft verändert. Welche Rolle bleibt dem Menschen, wenn Intelligenz nahezu überall verfügbar ist? Welche Entscheidungen dürfen wir Maschinen überlassen – und welche nicht?
Seine Botschaft: Erfolgreich werden jene Organisationen sein, die technologische Intelligenz mit menschlichen Fähigkeiten verbinden.
Je leistungsfähiger Algorithmen werden, desto wichtiger werden jene Fähigkeiten, die Menschen auszeichnen: Empathie, Intuition, Kreativität, Vorstellungskraft, Werte und Urteilsvermögen.
Gerd Leonhard nennt sie „Androrithms“ – als Gegenstück zu Algorithmen.
Unternehmen sollten deshalb nicht nur in bessere Technologien investieren, sondern ebenso konsequent in menschliche Fähigkeiten. Die Zukunft bedeutet nicht Mensch gegen Maschine, sondern eine intelligente Zusammenarbeit zwischen beiden.
Nicht alles, was technisch möglich ist, sollte automatisch umgesetzt werden.
Wer trägt Verantwortung für KI-Entscheidungen? Welche Aufgaben dürfen Maschinen übernehmen? Wie verhindern wir eine zu starke Konzentration technologischer Macht?
Für Gerd Leonhard wird digitale Ethik zu einer zentralen Führungsaufgabe. Unternehmen müssen neben Innovation und Effizienz ebenso über Governance, Verantwortung und Grenzen nachdenken.
Technologie besitzt keine eigene Moral. Die Verantwortung bleibt beim Menschen.
Gerd Leonhard ist überzeugt: Eine gute Zukunft ist möglich.
Viele Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse, die wir zur Lösung grosser Herausforderungen benötigen, existieren bereits. Entscheidend ist, wie wir sie einsetzen.
Technologischer Fortschritt braucht deshalb Richtung, Purpose und menschliche Werte. Unternehmen sollten Erfolg nicht nur an Wachstum und Effizienz messen, sondern auch an langfristigem gesellschaftlichem Nutzen.
Die Zukunft ist für Gerd Leonhard kein Schicksal – sondern eine Gestaltungsaufgabe.
Künstliche Intelligenz, geopolitische Machtverschiebungen und technologische Abhängigkeiten stellen Europa vor strategische Entscheidungen.
Gerd Leonhard fordert mehr technologische Souveränität, Innovationskraft und europäische Zusammenarbeit. Europa darf Entwicklungen aus den USA oder China nicht nur übernehmen oder regulieren, sondern muss selbst gestalten.
Demokratie, Humanismus, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt können dabei die Grundlage eines eigenständigen europäischen Zukunftsmodells bilden.
Jahrzehntelang stand in der Wirtschaft vor allem ein „P“ im Mittelpunkt: Profit.
Gerd Leonhard erweitert diesen Blick um fünf Dimensionen: People, Planet, Purpose, Peace und Prosperity.
Technologie und wirtschaftlicher Erfolg sollten diesen Zielen dienen. Die 5 Ps bilden einen strategischen Kompass für Unternehmen, die Wachstum mit gesellschaftlicher Verantwortung und Nachhaltigkeit verbinden wollen.
Wenn Maschinen immer mehr Routineaufgaben übernehmen, müssen wir neu definieren, welche Fähigkeiten Menschen künftig benötigen.
Kreativität, kritisches Denken, Empathie, Kommunikation, Zusammenarbeit und die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen, gewinnen an Bedeutung.
Gerd Leonhard zeigt, wie Unternehmen, Schulen und Hochschulen Lernen neu denken können. Weiterbildung und lebenslanges Lernen werden zu strategischen Erfolgsfaktoren in einer Arbeitswelt, die zunehmend von KI geprägt wird.